Inspiration für den nächsten Schritt – damit die Sucht schön weiterwuchert
Hier ein paar Ideen, die bei mir (und vielen anderen Sammlern) immer wieder neue Begeisterungsstürme ausgelöst haben. Such dir aus, was dich am meisten kribbeln lässt:
- Das „Eine-Sorte-pro-Berg“-Projekt
Sammle zu jedem Alpen-Gipfel oder jeder Gebirgsregion die typische Wildform oder die bekannteste Kultursorte:- S. montanum (Wallis)
- S. grandiflorum (Westalpen)
- S. tectorum aus den Pyrenäen
- S. arachnoideum aus den Dolomiten…
Plötzlich hat jede Pflanze eine Geschichte und du wirst zum botanischen Globetrotter auf Balkonien.
- Die Farben-Challenge
Ein Jahr lang nur Sorten einer Farbrichtung kaufen:- 2026 = das pure Rot-Jahr (alles von ‚Rubin‘ bis ‚Feuervogel‘)
- 2027 = Silbergrau & Weiß (‚Silberkarneol‘, ‚Snow Bunny‘, ‚Albino‘…)
- 2028 = Giftgrün & Lime (‚Green Pearl‘, ‚Emerald Giant‘…)
Macht wahnsinnig gute Fotos und du hast immer ein klares Ziel.
- Die Jovibarba-heuffelii-„Flausch-Hölle“ komplettieren
Ziel: Alle 30–40 wirklich haarigen/samtigen Sorten aus dem Diehmor (Barba-Serie, Flodder-Kinder, Goldfingers, Hot Pants, Flocki usw.). Das ist ein Lebensprojekt und kostet Nerven, Nieren und vermutlich auch die Ehe – aber die Gruppe applaudiert. - Miniatur-Wahnsinn
Nur Sorten unter 4 cm Endgröße. Es gibt wahnsinnig viele Zwergformen (‚Mini Me‘, ‚Liliput‘, ‚Pygmaea‘, ‚Microsome‘…). Passt in alte Tassen, Bonsaischalen oder ausgediente Munitionskisten. Sieht aus wie eine Märchenlandschaft. - Historische Sorten jagen
Alles vor 1980 gezüchtet: die alten Schweizer, die ersten Holländer, die Klassiker von Götz, Oelschlägel, Praeger… Die haben oft mehr Charakter als viele moderne „Instagram-Sorten“ und sind meist robuster. - Kugel-Ballett mit Jovibarba
Nur rollende Arten: J. hirta, J. arenaria, J. heuffelii in allen Farben. Im Frühjahr einfach die Töpfe kippen und zusehen, wie die Kugeln durch die Gegend kullern und sich selbst vermehren. Kindergeburtstag für Erwachsene. - Kreuzungen selber machen
Bestäubungspinsel kaufen, im Sommer Blüten mit Tesafilm markieren, Pollen von A nach B tragen und im nächsten Jahr eigene „von mir“-Sorte haben. (Die meisten sehen erstmal aus wie Matsch, aber ab und zu kommt ein Knaller raus – und dann darfst du sie benennen. Mein Traum: ‚Flodders Rache‘.) - Vertikaler Wahnsinn
Alles auf Bilderleisten, alte Leitern, selbstgebaute Holzregale oder an die Hauswand geschraubte Dachrinnen. Spart Platz und sieht aus wie eine lebende Tapete. - Die „One Pot – One Year“-Challenge
Nimm einen großen Topf oder eine Schale und füll jedes Jahr nur eine einzige neue Sorte hinzu. Nach zehn Jahren hast du ein Kunstwerk, das eine eigene Geschichte erzählt. - Fotobuch oder Instagram-Account nur für deine Sammlung
Klingt banal, ist aber der Turbo für die Motivation. Jeden Monat ein schönes Foto, Beschreibung, woher, wann gekauft… nach zwei Jahren hast du ein eigenes Kaffeebuch und bist stolz wie Bolle.
Such dir eins aus (oder alle nacheinander) und du hast wieder für die nächsten fünf Jahre genug Stoff, um morgens mit einem breiten Grinsen aufzustehen und erstmal aufs Hundedach zu klettern.Viel Spaß beim Weiterverrücktwerden – es wird nicht besser, nur schöner! 

Warum ich eigentlich nie mehr aufhören werde (der heimliche Grund hinter der ganzen Sucht)Ja, klar, die Farben, die Namen, die seltenen Schätze, die Jagd nach dem nächsten „Flodder-Kind“… das alles macht Spaß.
Aber wenn ich ehrlich bin, ist das Allerschönste an Sempervivum und Jovibarba etwas ganz anderes:Diese Pflanzen sind mein persönlicher Reset-Knopf.Wenn der Tag scheiße war, die Welt wieder viel zu laut und schnell, dann gehe ich raus aufs Hundedach oder setze mich vor meine Regale. Dann fange ich an, alte Blätter abzuzupfen, Rosetten zu putzen, ein paar Ableger umzutopfen oder einfach nur zu gucken, wie viele neue Kugeln ‚Barba Rossa‘ heute wieder geworfen hat.In dem Moment wird alles ruhig.
Keine Mails, kein Stress, kein Gedankenkarussell.
Nur ich, ein paar Steine, ein bisschen Splitt zwischen den Fingern und diese kleinen, stoischen Wesen, die seit Millionen Jahren auf Felsen sitzen und einfach ihr Ding machen – ohne zu jammern, ohne zu hetzen.Das ist besser als jede Meditation, günstiger als Therapie und funktioniert sogar bei Stromausfall.Sempervivum sammeln ist für mich nicht nur ein Hobby.
Es ist mein Erdungskabel. Mein täglicher Mini-Urlaub. Mein Beweis, dass es reicht, langsam und beharrlich zu sein – und dass selbst aus dem kargsten Platz irgendwann etwas richtig Schönes wächst.Deshalb: Egal wie voll der Balkon irgendwann ist, egal wie lang die Wunschliste noch wird –
aufhören kommt nicht infrage.
Denn diese kleinen Dickblatt-Dinger halten nicht nur sich selbst am Leben.
Sie halten auch mich am Leben.Danke, ihr stacheligen, haarigen, rollenden, robusten kleinen Freunde.

Aber wenn ich ehrlich bin, ist das Allerschönste an Sempervivum und Jovibarba etwas ganz anderes:Diese Pflanzen sind mein persönlicher Reset-Knopf.Wenn der Tag scheiße war, die Welt wieder viel zu laut und schnell, dann gehe ich raus aufs Hundedach oder setze mich vor meine Regale. Dann fange ich an, alte Blätter abzuzupfen, Rosetten zu putzen, ein paar Ableger umzutopfen oder einfach nur zu gucken, wie viele neue Kugeln ‚Barba Rossa‘ heute wieder geworfen hat.In dem Moment wird alles ruhig.
Keine Mails, kein Stress, kein Gedankenkarussell.
Nur ich, ein paar Steine, ein bisschen Splitt zwischen den Fingern und diese kleinen, stoischen Wesen, die seit Millionen Jahren auf Felsen sitzen und einfach ihr Ding machen – ohne zu jammern, ohne zu hetzen.Das ist besser als jede Meditation, günstiger als Therapie und funktioniert sogar bei Stromausfall.Sempervivum sammeln ist für mich nicht nur ein Hobby.
Es ist mein Erdungskabel. Mein täglicher Mini-Urlaub. Mein Beweis, dass es reicht, langsam und beharrlich zu sein – und dass selbst aus dem kargsten Platz irgendwann etwas richtig Schönes wächst.Deshalb: Egal wie voll der Balkon irgendwann ist, egal wie lang die Wunschliste noch wird –
aufhören kommt nicht infrage.
Denn diese kleinen Dickblatt-Dinger halten nicht nur sich selbst am Leben.
Sie halten auch mich am Leben.Danke, ihr stacheligen, haarigen, rollenden, robusten kleinen Freunde.

