Wenn wir irgendwann nicht mehr können – was dann mit der Sammlung passiert?
Irgendwann ist es soweit. Die Beine wollen nicht mehr, die Augen nicht mehr die winzigen Schilder lesen, oder das Leben zwingt uns einfach zum Aufhören. Dann stellt sich die Frage: Wohin mit den ganzen Schätzen?
Leider kennen wir alle die traurigen Geschichten: Lebenswerke, die über Jahrzehnte gepflegt und dokumentiert wurden, landen nach dem Rückzug der Besitzer im Nirvana, werden ohne Schilder verramscht oder einfach vergessen. Viel Wissen und viele einmalige Sorten sind auf diese Weise für immer verloren gegangen.
Aber es gibt auch die andere Variante – die glückliche.
Wenn man Glück hat (und ein bisschen vorausdenkt), findet sich jemand, der die Sammlung nicht nur übernimmt, sondern sie wirklich weiterführt und schätzt.
Das kann der eigene Sohn oder die eigene Tochter sein, ein Patenkind, ein junger Mensch aus einer Gruppe, ein Freund oder einfach jemand, den man rechtzeitig „angesteckt“ hat.
Das kann der eigene Sohn oder die eigene Tochter sein, ein Patenkind, ein junger Mensch aus einer Gruppe, ein Freund oder einfach jemand, den man rechtzeitig „angesteckt“ hat.
Ich gehöre zu den Glücklichen.
Mein Sohn ist schon mittendrin. Er weiß längst, welche Sorte gerade in ist, welche puschelig ist und welche selten blüht. Er experimentiert selbst mit Bestäubungspinsel und Tesafilm, seine ersten eigenen Kreationen stehen in seinem Garten, und er hat mir schon klargemacht: „Später gehören die alle mir – du darfst dann nur noch meckern.“
Das ist das größte Geschenk, das diese Leidenschaft hergeben kann: zu sehen, dass das, was einem selbst so viel bedeutet hat, in guten Händen weiterlebt – und sogar noch weiterwächst.
Deshalb: Falls ihr noch keinen „Nachfolger“ habt – fangt am besten heute an, einen zu suchen.
Zeigt den Kindern, Enkeln oder dem netten Neuling aus einer Gruppe, wie schön diese kleine Welt ist. Verschenkt früh und mit Liebe die besonderen Stücke. Baut Brücken, bevor ihr sie braucht.
Zeigt den Kindern, Enkeln oder dem netten Neuling aus einer Gruppe, wie schön diese kleine Welt ist. Verschenkt früh und mit Liebe die besonderen Stücke. Baut Brücken, bevor ihr sie braucht.
Denn wenn wir Glück haben, muss unsere Sammlung nicht enden, nur weil wir irgendwann nicht mehr können.
Sie wird einfach an jemanden übergeben, der genauso verrückt ist wie wir – nur ein paar Jahre jünger.
Sie wird einfach an jemanden übergeben, der genauso verrückt ist wie wir – nur ein paar Jahre jünger.
Und das ist wohl das Schönste, was wir erreichen können:
Dass unsere Pflanzen uns überleben.

Dass unsere Pflanzen uns überleben.
#SempsVirusWeitergeben #GlücklicherNachfolger #DieSammlungLebtWeiter

