
Von Asien bis in deinen Garten.
Die Herkunft: Orostachys aus Asiens Wildnis
Die Gattung Orostachys (ca. 10–13 Arten) hat ihren Ursprung in Ostasien und Zentralasien, wo sie vor Millionen Jahren evolviert ist – ähnlich wie Sempervivum in den Alpen. Der Name stammt aus dem Griechischen („oros“ = Berg, „stachys“ = Ährchen) und passt perfekt: Sie klettern in Höhenlagen von 500–3.500 m auf Felsen und Hänge.
Regionen:
- China und Korea: Heimat der meisten Arten (z. B. O. iwarenge in den Changbai-Bergen, Korea/China-Grenze). Trockene Kalkfelsen und Steppen – hier blühen sie herbstlich, um Insekten zu locken.
- Japan und Mongolei: O. japonica in vulkanischen Böden (Japan) oder Steppen (Mongolei); O. thyrsiflora in trockenen Ebenen.
- Russland und Kasachstan: O. spinosa in den Altai-Bergen (Sibirien) – stachelige Varianten für raue Winde.
Verbreitung: Von Asien in europäische Gärten
Natürliche Verbreitung: Endemisch in Asien (ca. 1 Mio. km², vor allem Ostasien), mit Hotspots in den Himalaya-Vorbergen und Koreanischen Halbinsel. Keine invasive Art – sie bleibt kompakt. Globale Garten-Verbreitung:
- Europa (inkl. DE): Seit den 1990er Jahren populär (z. B. durch Crassulaceae-Sammlungen); importiert aus China. In DE: Beliebt in Alpingärten (z. B. RHS Chelsea Flower Show 2023 mit Orostachys-Mixen).
- USA/Nordamerika: Seit 2000er (z. B. via Succulent Societies); frosthart für Zone 5–9.
- Andere: Australien/Neuseeland für trockene Gärten; selten invasiv, da monokarp.
In deinem Garten: Orostachys „wandert“ nicht – Ableger bleiben lokal, perfekt als Begleiter zu Jovibarba.
Hier eine Tabelle mit Arten und Verbreitung:
| Art / Sorte | Natürliche Verbreitung | Habitat & Höhenlage | Garten-Verbreitung (global) | Tipp für DE-Gärtner |
|---|---|---|---|---|
| O. iwarenge (Chinesische Narrenkappe) | China/Korea (Changbai-Berge) | Kalkfelsen, 1.000–2.000 m | Europa (DE, UK), USA; Baumschulen | Import aus NL; mulche für -20 °C |
| O. spinosa (Stachel-Sternwurz) | Russland/Mongolei (Altai) | Steppen, 800–2.500 m | Osteuropa, USA; Wildsammlungen | Robust; kombiniere mit Sempervivum & Jovibarba |
| O. malacophylla (Weichblatt-Sternwurz) | Kasachstan/China (Tian Shan) | Trockene Hänge, 1.500–3.000 m | Sammlungen in DE/UK; selten im Handel | Aussaat empfohlen; Halbschatten ok |
| O. japonica (Japanische Sternwurz) | Japan (Hokkaidō) | Vulkanböden, 500–1.500 m | Asien/Europa; Hobbygärten | Leicht zu vermehren; für Kübel super |
| O. thyrsiflora (Trauben-Sternwurz) | Korea/Mongolei | Ebenen/Steppen, 600–1.800 m | Global (USA, EU); Online-Shops | Herbstsäen; frosthart für Zone 5 |
Pflege & Anpassung an DE-Klima
Orostachys passt nahtlos zu Sempervivum: Sonne, Drainage, Trockenheit. Für Herkunft-Anpassung:
- Standort: Vollsonne (wie in Asien); windgeschützt für Blüten.
- Boden: Kalksand-Mix; pH 6–8.
- Gießen: Trocken halten; Winter: Kein Schneebedarf..
Fazit: Orostachys – Der asiatische Gast in deinem Garten Von Asiens Bergen bis zu deinem Steingarten: Orostachys bringt exotische Herbstpracht und Verbreitungsvielfalt. Probiert iwarenge für filzige Charme – und kombiniert mit Heuffelii! Schaut in meiner Orostachys-Serie nach.
Die genaue Pflege (Substrat-Mischung, Gießen, Überwinterung bis -30 °C) findest du ausführlich in unserem großen → Orostachys-Pflege-Guide
Wie du sie perfekt als → Herbstblüher mit Sempervivum kombinierst, liest du in diesem Beitrag
Bis bald, eure Maya.
